Gemünden Immobilien

Energieausweiserstellung

Seit dem 1. Januar 2009 ist der Energieausweis gesetzlich in Kraft. Die EU-Richtlinie 2002/91/EG, auch „Energieausweis-Richtlinie“ genannt, legt eine Methode zur einheitlichen Berechnung der Energieeffizienz von Gebäuden fest und fordert einzelstaatliche Durchführungs-Maßnahmen der Mitgliedsländer.

 

Was ist die gesetzliche Grundlage des Energieausweises?

Die EnEV, auch „Energieeinsparverordnung“ aus 2014 verpflichtet Immobilienbesitzer zum Vorlegen und aushändigen eines Energieausweises wenn Sie Ihre Immobilie vermieten oder verkaufen möchten.

 

Welche Informationen liefert der Energieausweis für Sie?

Sicher kennen Sie die Typenschilder an Haushaltsgeräten, ähnlich ist es beim Energieausweis für Immobilien. Dieser bewertet die gesamtheitliche Energie-Effizienz von Häusern und Wohnungen und teilt Sie in Energieklassen ein. Dadurch können Immobilien objektiv verglichen, energetische Schwachstellen leichter gefunden und Energieeinsparmaßnahmen besser angegangen werden.

 

Was sagt Ihnen die Energiekennzahl?

Die im Energieausweis ermittelte Energiekennzahl gibt Auskunft darüber, wie viel Energie pro Quadratmeter verbraucht wird. Diese Zahl bemisst sich am Gebäude, sprich der Isolierung, der verbauten Fenster, der Heizung und vielen anderen individuellen Faktoren. Ebenso gibt er Aufschluss über die Objektadresse, dessen Baujahr sowie die vorhandenen Wärmeerzeuger.

 

Der Unterschied zwischen Energiekennwert und Energieverbrauch

Der tatsächliche Energieverbrauch ist abhängig vom Nutzer. Die Raumtemperatur, sowie das Lüft- und Duschverhalten spielen dabei eine entscheidende Rolle. In Objekten mit gleichen Energiekennzahlen verbrauchen Nutzer mit gleichen Gewohnheiten beim Duschen, Waschen und Heizen somit gleich viel Energie, Nutzer mit unterschiedlichen Gewohnheiten, in Objekten mit gleichem energetischen Standard dieser Art somit unterschiedlich viel.

 

Wer braucht den Energieausweis?

Immobilieneigentümer die ihre Immobilie verkaufen, vermieten oder verpachten möchten brauchen spätestens zum Vertragsabschluss einen gültigen Energieausweis und müssen, ein Original oder eine Kopie, ebenfalls dem Käufer, Mieter oder Pächter spätestens bei Vertragsabschluss vorlegen und aushändigen.
Mehrfamilienhäuser mit weniger als 5 Parteien und Objekte, dessen Bauantrag vor dem 01. November 1977 gestellt wurden benötigen zwingend einen Bedarfsausweis. Ausnahmen bilden Häuser, die nach den Anforderungen der Wärmeschutzverordnung vom 01. November 1977 modernisiert wurden. Bei allen anderen Gebäuden haben Eigentümer die Wahl, ob sie sich einen Verbrauchs- oder einen Bedarfsausweis anfertigen lassen.

 

Was passiert bei Neubau, Zu- oder Umbau?

Beim Zu-, oder Umbau sowie beim Neubau bestimmen die einzelnen Bauordnungen der Bundesländen wann ein Energieausweis der Baubehörde vorzulegen ist. Begründet wird dieses Vorgehen damit, dass die Bundesländer bei Baumaßnahmen an bzw. von Gebäuden dessen Energieeffizienz verbessert sehen wollen und Fördermaßnahmen davon abhängig machen.

 

Wie lange ist ein Energieausweis gültig?

Gültigkeit besitzt ein Energieausweis, bis wesentliche energetische Maßnahmen ergriffen werden und das Objekt Modernisierungen erfährt, die den Energiekennwert maßgeblich beeinflussen. Zum Zeitpunkt der Vorlage, darf der Energieausweis jedoch maximal 10 Jahre, ab dem Datum der Ausstellung, alt sein.

 

Wie erhalte ich einen Energieausweis?

Ausstellungsberechtigt sind nur speziell ausgebildete und befugte Personen. Im Partnernetzwerk von GEMÜNDEN IMMOBILIEN haben wir solch speziell ausgebildete und befugte Personen und können diese Empfehlen um eine schnelle, professionelle und qualifizierte Abwicklung zu bieten.

 

Welche Folgen hat es, wenn ich als Verkäufer keinen Energieausweis vorlege?

Wenn ein Verkäufer oder Vermieter bei Vertragsabschluss keinen Energieausweis vorlegt und aushändigt, so wird nach dem Gesetz aufgrund der Art und des Alters der Immobilie eine durchschnittliche Gesamtenergieeffizienz als Grundlage angenommen. Stellt sich im Nachhinein heraus, dass die Energie-Effizienz am erworbenen Objekt schlechter ist, so muss der Vermieter, Verpächter oder Verkäufer mit massiven Gewährleistungsfolgen rechnen. Das bedeutet, dass der Mieter, Pächter oder Käufer Verbesserung, Preisminderung vornehmen kann und in besonders schwerwiegenden Fällen sogar ein Rücktritt vom Vertrag erfolgen kann. Das ist ein erhebliches Risiko, das ohne großen Aufwand vermieden werden kann.

 

Was bringt ein Energieausweis für alle Immobilieneigentümer, die nicht verkaufen / vermieten / verpachten wollen?

Oftmals wissen die Eigentümer nur wenig über die Energie-Effizienz von Wohnungen und Häusern. Der Energieausweis sorgt nicht nur für mehr energetische Transparenz bei Immobilien, sondern zeigt auch Einsparpotenziale auf. Unter anderem wird somit ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet und in Zeiten von steigenden Energiekosten kann auch das Haushaltsbudget durch Modernisierungen entlastet werden.