Immobilie bei Trennung und Scheidung

Bauwerke sind für die Ewigkeit, Ehen leider nur bedingt. Gibt es für Sie keinen anderen Ausweg, als sich von Ihrem Ehepartner scheiden zu lassen, muss auch geklärt werden, was mit Ihrem Wohnhaus oder Ihrer Eigentumswohnung geschieht. In diesem Artikel erklären wir, was „Immobilie und Scheidung“ in Ihrer Situation bedeutet.

Maßgeblich kommt es darauf an, wann Sie die Regelung wünschen, sowie welche Eigentums- und Nutzungsverhältnisse bestehen.

Grundstücke, Eigentumswohnungen und Häuser, die beiden Ehepartnern gehören, sind bei einer Scheidung ein Problem, das gelöst werden muss.

 

Das Gesetz bezeichnet Ihre bislang gemeinsame Wohnung als „Ehewohnung“. Das Nutzungsrecht an der Ehewohnung steht beiden Ehepartnern gleichermaßen zu. Dabei spielt es zunächst keine Rolle, wer den Mietvertrag unterschrieben hat, wer die Miete zahlt oder wem die Ehewohnung als Eigentum gehört. Um das Schicksal Ihrer Ehewohnung zu klären, stellt das Gesetz darauf ab, ob es um die Nutzung für den

  • Zeitraum Ihrer Trennung

oder um den

  • Zeitraum nach der Scheidung

geht. Je nachdem ergeben sich unterschiedliche Konsequenzen.

Das Wichtigste

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Problematiken im Zusammenhang mit der gemeinsamen Immobilie zu lösen:

  1. Verkauf des Hauses
  2. Ein Ehepartner übernimmt den Anteil des anderen Ehepartners am Haus
  3. Die Immobilie wird geteilt
  4. Die gemeinsame Immobilie wird versteigert

Eine allgemeine gesetzliche Regelung gibt es nicht, was mit dem Haus oder der Eigentumswohnung bei der Trennung und Scheidung geschieht. In einem gerichtlichen Scheidungsverfahren wird nicht über das gemeinsame Haus oder die Eigentumswohnung entschieden. Als gemeinsame Eigentümer an einer Immobilie müssen Sie somit eine Einigung erzielen. Gehört Ihnen die Immobilie gemeinsam oder haben Sie die Wohnung gemietet, ändern Trennung und Scheidung oder der Auszug des Ehegatten nichts an den Eigentums- und Nutzungsverhältnissen.

Die Situation ist die Gleiche, wenn Sie Mieter sind und beide den Mietvertrag unterschrieben haben. Der ausziehende Ehepartner bleibt weiterhin mietvertraglich verpflichtet und schuldet dem Vermieter die Miete, zumindest so lange, bis Sie oder Ihr Ehegatte mit dem Vermieter eine anderslautende Vereinbarung getroffen haben.