Es dauert in der Regel einige Wochen, bis die Immobilie in den Besitz des neuen Eigentümers übergeht und der Käufer vom Notar zur Zahlung des Kaufpreises aufgefordert wird. Welche Prozesse laufen während dieser Zeit im Hintergrund ab?

  • Der beurkundete Kaufvertrag wird beiden Parteien zugesandt. Dies geschieht in der Regel wenige Tage nach der Unterschrift. Nach Unterzeichnung des Vertrages muss die Urkunde, wie  bei jeder Beurkundung, unverzüglich in die Urkundenrolle eingetragen werden. So wird nachträglich ein Rechtszustand geschaffen, der die Urkunde gültig macht. Die geschlossene Urkunde schützt Käufer und Verkäufer gleichermaßen und das „Abwarten “ auf die Eigentumsumschreibung stellt eine Sicherheit dar, da der Notar das Grundstück (=Immobilie) von Belastungen freistellt. Der Verkäufer ist nach §433 BGB verpflichtet, dem Käufer die Sache zu übergeben und dem Käufer das Eigentum an der Sache zu verschaffen.

Hierzu sind folgende Schriftte notwendig:

Auflassungsvormerkung

  • Der Notar beantragt die Eintragung der Auflassungsvormerkung beim Grundbuchamt. Die Auflassungsvormerkung erfolgt zeitlich vor der eigentlichen Auflassung und kündigt den Eigentumsübergang an. Die Auflassungsvormerkung wird in die Abteilung 2 des Grundbuchs eingetragen. Jeder, der das Grundbuch einsieht, kann sehen, dass es für dieses Grundstück einen Kaufvertrag gibt, der sich in der Abwicklung befindet. Die Rechte des Finanziers sind damit gesichert!

Auflassung

  • Die Auflassung wird erst nach Kaufpreiszahlung, d.h. ca. sechs bis acht Wochen nach Unterzeichnung des Kaufvertrages vollzogen. Für den Käufer ist die Auflassung die rechtsverbindliche Zusage, als neuer Eigentümer ins Grundbuch eingetragen zu werden. Die Auflassung ist technisch gesehen ein neuer Eintrag in der Abteilung 1 des Grundbuches, der den Käufer als Eigentümer ausweist. Bis die Mitarbeiter des Grundbuchamtes den Eintrag tatsächlich vollzogen haben, kann es teilweise sechs bis acht Wochen dauern. Da der Käufer aber eine Auflassungsvormerkung für dieses Grundstück hat, kann nichts mehr passieren. Für den Verkäufer ist das Grundbuch damit gesperrt und ein zweiter Käufer käme nicht zum Zuge.

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Gespannt beobachten wir als Immobilienprofis, wie sich der Immobilienmarkt im Augenblick verhält. Zur Zeit ist nur eine persönliche Meinung möglich, weil niemand weiß, was passieren wird. Die Frage sei erlaubt, ob die Corona Pandemie nur als Sündenbock gilt, weil das Wirtschaftssystem zusammenbricht bzw. eine Rezession vor der Tür steht. Eine derartige Situation hat es noch nicht gegeben; China erlebt den lock-down, Handelsketten stehen still. Der Ölpreis crasht, Saudi Arabien wendet sich von den USA ab. Der Klimawandel lauert mit. Klar ist, dass sich der Mittelstand dezimiert, Kleinunternehmen melden bereits Insolvenzen an. Die letzte große Krise hat in 2007/2008 stattgefunden. Diese Krise wurde nur überwunden, da sich damals die Banken zusammengeschlossen haben und somit eine größere Krise verhindert wurde. Die Zentralbanken haben es durch niedrige Zinsen (billiges Geld) möglich gemacht, dass Käufe getätigt werden können – aber kann man sich die niedrigen Zinsen auf Dauer leisten?

Nach meiner Auffassung ist die Anlage in Immobilien immer noch und gerade jetzt genau die richtige Maßnahme. Vielleicht nicht nur in Immobilien, denn wie der Name verrät, ist dies Imm – mobil. Also nicht schnell beweglich. Schaut man sich die Wirtschaft an, kann man davon ausgehen, dass Weiterlesen »